#3Sat: Wie #Menschen den #II_Weltkrieg durchlitten.#TV

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(Zwangsarbeiter im KZ Dachau)

VON GÜNTER VERDIN http://www.verdinguenter.blogspot.com

Das Thema Zwangsarbeit während der Nazi-Diktatur ist lange Zeit auch in Österreich totgeschwiegen worden. Im Herbst 1944 gab es in der „Ostmark“ fast eine Million Zwangsarbeiter. Im gesamten Dritten Reich wurden bis 1941 unter anderen über zwei Millionen russische Gefangene zu Sklaven der deutschen Kriegsmaschinerie.

Und obwohl diese Problematik nur ein Teilaspekt des übergeordneten Themas „Kriegsgefangenschaft in und nach dem II. Weltkrieg“ in der vierteiligen ORF-Dokumentation (3SAT, Sonntag und Montag) ist, treffen den Zuseher die Archivbilder und die Aussagen von Überlebenden der ersten Folge „Verschleppt und ausgebeutet“ mit besonderer Wucht. Zwangsarbeiter wurden zu Tode geschunden,oder bei Luftangriffen getötet, weil es ihnen untersagt war, Luftschutzkeller aufzusuchen. Originalton Heinrich Himmler :“Ob bei dem Bau eines Panzergrabens 10.000 russische Weiber an Entkräftung umfallen oder nicht, interessiert mich nur so weit, als der Panzergraben für Deutschland fertig wird.“

Auch In der zweiten Folge der hervorragenden historischen Aufarbeitung des Themas Kriegsgefangenschaft mit dem Titel „Der goldene Westen?“ werden bisher wenig bekannte Details präsentiert. Während die Gefangenschaft in US-Lagern einem Urlaubsaufenthalt glich ( wie Betroffene mehrfach bezeugen), verstießen Frankreich und Großbritannien noch nach dem Krieg skrupellos gegen die Genfer Konvention, indem sie ihre Gefangenen in Minenfeldern einsetzten.

Das Ende der Gefangenenschaft bedeutete nicht für alle Heimkehrer eine Schicksalswende. Stalin ,zum Beispiel, ächtete die ehemaligen Zwangsarbeiter als Kollaborateure, die dem Feind gedient hätten. Und vor seiner Freilassung aus einem Lager in Kansas nahm sich ein deutscher Soldat, der sich auf das Wiedersehen mit seiner Familie gefreut hatte, das Leben. Seine Frau hatte ihm brieflich mitgeteilt, dass sie sich wegen eines anderen scheiden lassen wolle.

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