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Kindheit und Jugend Egon Schieles

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SELBTPORTRAIT SCHIELE

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Das ist die Staatsbahn-Identitätskarte des 12-jährigen Egon Schiele, mit eigenhändiger Unterschrift. Der Beruf des Vaters erlaubte den Kindern „Fahrten zum Personalpreise für eigene Bedienstete und Familienangehörige derselben“.

Egon Schiele (1890-1918) verbrachte seine Kindheit in Tulln, im Bahnhofsgebäude. Sein Vater war Bahnhofsvorstand. Schon als Siebenjähriger zeichnet Egon erstaunlich detailliert Gleise und Signalanlagen. Die Eltern haben die Skizzenbücher allerdings verheizt.
Nachdem der Vater 1904 gestorben war, besuchte Schiele die Schule in Klosterneuburg. Den Zeichenlehrern fiel sein Talent auf. Einer notierte:

„Wer an diesem Burschen nicht etwas Außergewöhnliches erkennt, der musste keine Augen im Kopf haben“.

Später, auf der Akademie, begegnet er Gustav Klimt, was entscheidend für seine künstlerische Entwicklung wird. Lange Zeit blieb Schiele nicht, Erfolg und Anerkennung zu genießen: mit 28 Jahren starb er an der Spanischen Grippe.

In Tulln befindet sich heute das Egon Schiele-Museum.

Mit Kindheit und Jugend Schieles befasst sich der neue Bildband:
Egon Schiele. Der Anfang. Christian Bauer (Hg.), 224 S., Englisch/Deutsch. Hirmer Verlag München 2013.

Die weltgrößte Schiele- Sammlung befindet sich im Leopold Museum im Wiener Museumsquartier: 41 Ölgemälde und 180 Aquarelle und Zeichnungen. Besonders bedeutend sind Schieles Arbeiten aus den Jahren 1910 bis 1915, das war die kreativste Zeit des Meisters des Expressionismus.

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Das selten gezeigte Bild „Die Häuser am Meer“ (1914) aus der Sammlung Leopold

„Jedes Haus gleicht einem menschlichen Gesicht. Eine scharfe, horizontal Grenzlinie hinter den Häusern markiert den Übergang zum hellgrauen Meer, aus dem, weit draußen Felsen auftauchen, die sich vor dem dunkelgrauen Himmel abzeichnen. Rudolf Leopold nannte diesen Horizont die ‚Ewigkeitslinie des Niemandslandes und des Weltendes‘ „.

(Museumsleiterin Elisabeth Leopold)

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EIN MANN MACHT SICH ZUM SCHIELE

„Was passiert, wenn ein junger Künstler, der sich während seines Studiums mit Egon Schiele auseinandersetzt, von einem weitaus älteren Kurator entdeckt wird? Und was, wenn es sich dabei um ein und dieselbe Person handelt?
René Luckhardt ist Künstler. Und Kurator. 1996 studierte er am Chelsea College of Art and Design in London. In dieser Zeit entstand eine Fotoserie, in der Luckhardt sich mit Egon Schiele auseinandersetzte. Schieles Werk hatte schon früher einen magischen Einfluss auf den jungen Künstler ausgeübt, sodass Luckhardt sich zeitweilig dessen Malstil aneignete. In der Londoner Fotoserie imaginierte er sich nun noch einmal in Schiele hinein – mit Hilfe des Mediums der Fotografie. Ausgehend von Schiele-Posen improvisierte Luckhardt vor der Kamera und inszenierte dabei seinen eigenen Körper als Gemälde. Die insgesamt über 140 Foto-Negative, die dabei entstanden, waren seither verschollen und vergessen.
Jahre später hat sich René Luckhardt neben seiner künstlerischen Tätigkeit auch mit seinem Avantgarde Salon Wonderloch Kellerland als Kurator etabliert, mit bis zu 20 Ausstellungen jährlich, die er organisiert, betreut oder selber ausrichtet. Als er 2012 dann völlig unerwartet den eigenen Fotozyklus in die Hände bekommt, ist er verblüfft, „welcher junge Mann sich da 1996 an Schiele abgearbeitet hat“.

René Luckhardt, untitled (EGON SCHIELE, LONDON 1996), 1996, 2012Archival Pigment Print, 60 x 50 cm Ed. 3

Und Egon Schiele als Style-Ikone:

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