WIE #GOTTFRIED_HELNWEIN #MICK_JAGGER MALTE.#Interview

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Mick Jagger 23×34 Print PORTRAIT by Helnwein 1982 Art & Book

GESPRÄCHE IN GRENZEN (1)
Miteinander sprechen heißt immer auch: Grenzen festsetzen, wie weit ich den anderen zulasse. Jedes Gespräch gelangt zu der dramaturgischen Schnittstelle, an der der Wunsch, sich zu verlautbaren, mit der Furcht vor Selbstentblößung zusammenprallt. „Gespräche in Grenzen“ sind keine Interviews, sondern (oft stundenlange) Versuche, sprechend Außen-Ansichten und liebevoll gepflegte Images zu korrigieren.

„Gespräche in Grenzen“ sind Protokolle.

Mick Jagger fand das Porträt „scheußlich“, das Gottfried Helnwein von ihm für den „stern“ gemalt hatte. Doch Helnwein versteht sich als „Verehrer der Rolling Stones“: „Ich habe Mick Jagger als Gläubiger gemalt. Ich stehe darauf, daß er Falten hat und daß er so verlebt ist. Das Bild war eigentlich als Kompliment gemeint, aber ich habe da keine Kompromisse machen können. Wenn ihm das Porträt nicht gefällt, versteh` ich es auch wieder. Ich weiß, daß er lieber glatt und jung ausschauen würde. Auf dem Titelbild der Zeitschrift „Interview“ war er auch drauf, gemalt von irgendwem. Da war er wirklich süß! Also wirklich süß wie ein hübsches Mädchen, das hat ihm kaum mehr ähnlich geschaut, aber er ist nicht der Michael Jackson, der schaut nämlich wirklich so aus, der Mick Jagger aber nicht, und das finde ich eigentlich reizvoll.“

Am Beispiel des Jagger-Konterfeis läßt sich auch erklären, warum Helnwein nicht zu den Fotorealisten gezählt werden darf: er bildet ja nicht nur ab, sondern interpretiert und kommentiert. „Ich bin sicher kein Fotorealist im Sinne der Amerikaner, die anstreben, eine Fotografie zu reproduzieren, das heißt: alle Charakteristika eines Fotos auch im Bild zu haben. Daher ist das immer sehr originell, wenn man sich die Kataloge kauft, weil die Bilder durch den Druck und durch die Verkleinerung so ausschauen wie das Farbfoto, von dem der Künstler ausgegangen ist. Ich verwende als Hilfsmittel Schwarzweißfotos, aber ich arbeite dann sehr subjektiv und lebe alles aus, was ich im Augenblick empfinde oder für wichtig halte.“

Die Vorarbeiten zum Jagger-Bild haben lägere Zeit in Anspruch genommen, die Ausfertigung des Bildes einige Tage: „Ich arbeite sehr konzentriert. Ich fange um acht in der Früh an und arbeite bis Mitternacht, manchmal auch einige Nächte durch, total konzentriert, da fällt man in einen richtigen Rauschzustand. Die Musik drehe ich ganz laut, vorwiegend, Stones, oder Captain Beefheart oder Bruce
Springsteen. Ich bin überhaupt nicht diszipliniert. Wenn es zu lange dauern würde, hätte ich bald kein Interesse mehr am Objekt. “

Den schöpferischen Prozess schildert er drastisch: „Ich sperre mich ein und arbeite wie eine Wildsau! Ein Anflug von Selbstkritik? Ich bin nicht sehr selbstkritisch. Weil das nur hemmt. Außerdem habe ich lange genug mein Leben in Wien verbracht und da kam dermaßen viel Kritik, in allen Varianten, auch sehr gehässig, so daß ich es nicht nötig hatte, auch noch selbstkritisch zu sein. Wenn man in Wien überleben will, muß man künstlerisch sehr gut werden. Ich glaube, wenn man es in Wien schafft, dann schafft man es überall.

Wien ist wie mit einer Bleiweste trainieren, alles nachher erscheint ungeheuer leicht. Ich steh ja auf Kritik. Für mich ist Malerei eine Form der Kommunikation, mit der man bei Menschen etwas auslösen kann. Ich male nicht für mich, nicht als Therapie, ich male immer nur für jemanden. Ich stelle mir immer irgendwelche Menschen vor und meine die auch damit. Ich verwende auch gnaden- und skrupellos die Klischees, die ich in der Umwelt finde.“

Das Original von Mick Jagger hat irgendwann einmal jemand gekauft. Über den Verkaufspreis spricht Helnwein nicht.

Von vielen Kritikern wird die Breitenwirkung des Helnwein-Oeuvres äußerst skeptisch beurteilt. Für ihn selbst, den „Rasierklingen-Rembrandt“, wie ihn eine amerikanisches Magazin bezeichnete, ist der Kunstmarkt ein „Monstrum“: „Da gibt es eine Klasse von Experten, eine Priesterkaste, die das kulturelle Gut verwaltet, die bestimmt was Kunst und was nicht Kunst ist.“

DAS GESPRÄCH WURDE VON GÜNTER VERDIN IN DEN 1970er JAHREN GEFÜHRT.

24. JULI bis OKTOBER 2013
Albertina Museum Wien
HELNWEIN RETROSPEKTIVE IN DER ALBERTINA IN WIEN
Die Albertina widmet Gottfried Helnwein eine umfangreiche Retrospektive, die alle Stationen seines bisherigen Werdegangs abbildet. Helnwein, einer der bekanntesten österreichischen Künstler der Gegenwart, wurde durch seine hyperrealistischen Bilder von Kindern berühmt. Die Auseinandersetzung mit den Themen Gewalt und Schmerz in seinen Arbeiten sorgte in der Vergangenheit immer wieder für Diskussionen.

Der #Zauber ging flöten: #Disney_World auf der #Bregenzer_Seebühne

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#Niki_de_Saint_Phalle #Skulptur, 2008, Nizza

Und zum Vergleich das Bühnenbild von Johan Engels für die Aufführung von #Mozarts Oper „#Die_Zauberflöte“

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Von Günter Verdin

Fleissig veröffentlichen heute, Donnerstag, die Netz-Portale von „Zeit“ bis „Focus“ und auch die meisten Tageszeitungen die jubilierende Vorweg-Einheitsmeldung der dpa, in der es gleich zu Beginn heisst:

„Bregenz (dpa) – Mit einem Feuerwerk aus Farbe und Licht hat am Mittwochabend die Premiere der Oper „Die Zauberflöte“ bei den Bregenzer Festspielen begonnen.

Der Regisseur David Pountney und der Bühnenbildner Johan Engels versetzten das Werk von Wolfgang Amadeus Mozart auf der Seebühne in eine überdimensionale Märchenwelt, die sich bunt und farbintensiv im dunklen Wasser des Bodensees widerspiegelte. Den räumlichen Mittelpunkt der Geschichte um den Prinzen Tamino, der die entführte Pamina retten soll, bildet eine meterhohe Kuppel, die an einen Schildkrötenpanzer erinnert. Bewacht wird sie von drei leuchtend grün und rot bemalten Drachenhunden.“

Das ist – bevor die Verrisse der Kritiker erscheinen werden- gut für den Kartenverkauf. Weil diese Meldung nichts über die Qualität der Aufführung aussagt.
Anders als bei der auch optisch genialen Realisierung von “ André Chenier“ und auch von „La Bohème“ in den Vorjahren, werden heuer nämlich sowohl Musik wie auch die humane Botschaft von Mozarts „Die Zauberflöte“ von der Gigantomanie des Produzententeams um Regisseur David Pountney erschlagen. Die drei Damen wie auch die drei Knaben sind mit riesigen Puppen-Wasserköpfen ausgestattet , doch die Mischung aus menschlichen und Fabelwesen ( für die Welt der Königin der Nacht) funktioniert nicht und verwirrt nur. Gegenüber all dem Brimborium aus Disney-World ( die grotesken Drachen-Hunde sind deutlich von den Skulpturen der Niki de Saint Phalle beeinflusst, ohne deren Esprit zu erreichen)
stinkt der eigentliche Sinngeber der Oper, Sarastro, als Mini-Menschlein ab.
Die Dimensionen von „Europas größter Seebühne“ haben trotz ansprechender, durch gute Übertragungstechnik unterstützte, musikalischer Umsetzung, ihr nächstes Opfer gefordert: Mozarts „Die Zauberflöte“ funktioniert hier nicht…

Der #Schildkrötenerzieher: Das teuerste Bild der #Türkei.#Malerei

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Die FAZ, und im Speziellen, ihr Feuilleton, öffnen ihren LeserInnen immer wieder die Augen für Details in Kunst und Politik, für die Zusammenhänge zwischen Ästhetischem und oft brutal Realem.
Ein wunderbarer Beleg dafür findet sich in der Samstagausgabe (6.7.13): Julia Voss reflektiert über das „berühmteste Gemälde der Türkei“ mit dem Titel „Der Schildkrötenerzieher“. Berühmt ist das Gemälde übrigens erst seit 2004: es wurde damals zum internationalen Gesprächsstoff , weil es auf einer Auktion für umgerechnet 3,5 Millionen Dollar versteigert wurde, und zwar von der privaten „Suna und Inan Kiraç-Stiftung“, in deren Besitz auch das Pera-Museum in Istanbul ist.

Das Gemälde in der Tradition der französischen Salonmalerei des 19. Jahrhunderts, gilt fortschrittlichen Kräften in der Türkei als Symbol für die Überwindung des politischen Stillstands in der Türkei. Andere deuten es als Ikone des Stillstands: Schildkröten lassen sich nicht erziehen.

Die Recherchen von Julia Voss ergaben, dass der Maler des Bilds,
Osman Hamdi Bey (geb. 1842 in Istanbul, gestorben 1910 ebda)
sich von einem japanischen Druck inspirieren ließ, auf dem ein koreanischer Schausteller zu sehen ist, der mit einer Trommel Schildkröten dressiert.

Kommentar von Julia Voss: “ ‚Mann mit Schildkröten‘, wie das Gemälde ursprünglich hieß, ist das Bild eines türkischen Künstlers, der sich für eine koreanische Tradition begeisterte, die ein Japaner aufgezeichnet hatte – und die er nach Frankreich exportierte. Verrückter kann ein Bild eigentlich nicht sein.“

Die Kunst ist bekanntlich das Rätsel und nicht die Lösung. Vor dem Hintergrund der Protestbewegung um den Istanbuler Gezi-Park lässt das seltsame Gemälde jedenfalls genug Fragen offen…

#KUNST: Die Rolle der #Klopapierrollen.#Heimo_Zobernig

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Das Klopapier spielt eine Rolle in der Kunst, bezw. die Rolle spielt eine Rolle. Der Kärntner Künstler Heimo Zobernig hat Dutzende Rollen, unbehandelt oder geknickt, zu einer Skulptur verarbeitet.
Die Ausstellung seiner Werke im Grazer Kunsthaus (bis 1. September 2013) gibt einen Überblick über das vielschichtige Oeuvre des Grafikers, Bühnenbildners, Regisseurs, Architekten, Bildhauers, Kurators und Künstlers Heimo Zobernig.

Ausstellung: Heimo Zobernig, Kunsthaus Graz, bis 1. September.

DER KÜNSTLER:

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Heimo Zobernig (* 1958 in Mauthen, Kärnten) ist ein österreichischer Künstler, der in Wien lebt.

1977-1980 Akademie der bildenden Künste Wien

1980-1983 Hochschule für angewandte Kunst Wien

1994-1995 Gastprofessur, Hochschule für bildende Künste Hamburg

1999-2000 Professur für Bildhauerei, Staatliche Hochschule für Bildende Künste – Städelschule Frankfurt am Main

seit 2000 Professur für Bildhauerei, Akademie der bildenden Künste Wien

Die reduzierte Formensprache setzt sich mit Traditionen des 20. Jahrhunderts wie dem russischen Konstruktivismus, der niederländischen De Stijl-Bewegung, oder den Zürcher Konkreten auseinander und spiegelt eine „nüchterne, transzendenzlose Sicht auf die Welt“ (Zitat Zobernig). Sämtliche Arbeiten tragen die Bezeichnung „Ohne Titel“. Die bevorzugten Materialien, Pappe, Sperrholz oder Styropor, sind lapidare und prekäre Materialien, die nicht für die Ewigkeit gemacht sind und so den Wert und die Objekthaftigkeit des Kunstwerks in Frage stellen.

Quelle: WIKIPEDIA

#EGON_SCHIELE #WUNDERKIND.#Malerei

Kindheit und Jugend Egon Schieles

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SELBTPORTRAIT SCHIELE

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Das ist die Staatsbahn-Identitätskarte des 12-jährigen Egon Schiele, mit eigenhändiger Unterschrift. Der Beruf des Vaters erlaubte den Kindern „Fahrten zum Personalpreise für eigene Bedienstete und Familienangehörige derselben“.

Egon Schiele (1890-1918) verbrachte seine Kindheit in Tulln, im Bahnhofsgebäude. Sein Vater war Bahnhofsvorstand. Schon als Siebenjähriger zeichnet Egon erstaunlich detailliert Gleise und Signalanlagen. Die Eltern haben die Skizzenbücher allerdings verheizt.
Nachdem der Vater 1904 gestorben war, besuchte Schiele die Schule in Klosterneuburg. Den Zeichenlehrern fiel sein Talent auf. Einer notierte:

„Wer an diesem Burschen nicht etwas Außergewöhnliches erkennt, der musste keine Augen im Kopf haben“.

Später, auf der Akademie, begegnet er Gustav Klimt, was entscheidend für seine künstlerische Entwicklung wird. Lange Zeit blieb Schiele nicht, Erfolg und Anerkennung zu genießen: mit 28 Jahren starb er an der Spanischen Grippe.

In Tulln befindet sich heute das Egon Schiele-Museum.

Mit Kindheit und Jugend Schieles befasst sich der neue Bildband:
Egon Schiele. Der Anfang. Christian Bauer (Hg.), 224 S., Englisch/Deutsch. Hirmer Verlag München 2013.

Die weltgrößte Schiele- Sammlung befindet sich im Leopold Museum im Wiener Museumsquartier: 41 Ölgemälde und 180 Aquarelle und Zeichnungen. Besonders bedeutend sind Schieles Arbeiten aus den Jahren 1910 bis 1915, das war die kreativste Zeit des Meisters des Expressionismus.

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Das selten gezeigte Bild „Die Häuser am Meer“ (1914) aus der Sammlung Leopold

„Jedes Haus gleicht einem menschlichen Gesicht. Eine scharfe, horizontal Grenzlinie hinter den Häusern markiert den Übergang zum hellgrauen Meer, aus dem, weit draußen Felsen auftauchen, die sich vor dem dunkelgrauen Himmel abzeichnen. Rudolf Leopold nannte diesen Horizont die ‚Ewigkeitslinie des Niemandslandes und des Weltendes‘ „.

(Museumsleiterin Elisabeth Leopold)

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EIN MANN MACHT SICH ZUM SCHIELE

„Was passiert, wenn ein junger Künstler, der sich während seines Studiums mit Egon Schiele auseinandersetzt, von einem weitaus älteren Kurator entdeckt wird? Und was, wenn es sich dabei um ein und dieselbe Person handelt?
René Luckhardt ist Künstler. Und Kurator. 1996 studierte er am Chelsea College of Art and Design in London. In dieser Zeit entstand eine Fotoserie, in der Luckhardt sich mit Egon Schiele auseinandersetzte. Schieles Werk hatte schon früher einen magischen Einfluss auf den jungen Künstler ausgeübt, sodass Luckhardt sich zeitweilig dessen Malstil aneignete. In der Londoner Fotoserie imaginierte er sich nun noch einmal in Schiele hinein – mit Hilfe des Mediums der Fotografie. Ausgehend von Schiele-Posen improvisierte Luckhardt vor der Kamera und inszenierte dabei seinen eigenen Körper als Gemälde. Die insgesamt über 140 Foto-Negative, die dabei entstanden, waren seither verschollen und vergessen.
Jahre später hat sich René Luckhardt neben seiner künstlerischen Tätigkeit auch mit seinem Avantgarde Salon Wonderloch Kellerland als Kurator etabliert, mit bis zu 20 Ausstellungen jährlich, die er organisiert, betreut oder selber ausrichtet. Als er 2012 dann völlig unerwartet den eigenen Fotozyklus in die Hände bekommt, ist er verblüfft, „welcher junge Mann sich da 1996 an Schiele abgearbeitet hat“.

René Luckhardt, untitled (EGON SCHIELE, LONDON 1996), 1996, 2012Archival Pigment Print, 60 x 50 cm Ed. 3

Und Egon Schiele als Style-Ikone:

Ein #Papst aus #Kondomen – eine #Provokation.#Kunst.#Niki_Johnson

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Der Augenschein trügt: Sie sehen ein Bild des emeritierten Papstes Benedikt XVI. Die Künstlerin Niki Johnson fertigte das Porträt aus ungewöhnlichem Material an : sie verwendete dazu 17.000 Präservative.
Johnson zog die Präservative, wie beim Teppichknüpfen, durch die Maschen eines Netzes. Auf der Rückseite ragen die ausgerollten Kondome heraus. Die Farbnuancen schuf die Künstlerin durch Bündel verschiedenfarbiger Kondome.

Das mehr als 200 mal 150 Zentimeter große Kunstwerk ist zurzeit in der „Portrait Society“-Galerie in Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin zu bewundern und soll jetzt versteigert werden. Ein amerikanischer Aids-Aktivist hat bereits 20 000 Dollar geboten. Johnson will einen Teil des Verkaufserlöses an Aids-Organisationen spenden. Die Versteigerung läuft noch bis Ende Mai.

Die Idee war der Künstlerin im März 2009 gekommen, als sie Benedikts kontroverse Äußerung bei seinem Afrikabesuch hörte, Aids lasse sich nicht mit Kondomen besiegen, diese könnten das Problem vielmehr noch verschlimmern. Johnson stellte ihr Werk in jener Woche Ende Februar fertig, als der deutsche Papst seinen Rücktritt erklärte.

KONDOME HELFEN NICHT, SAGT DER PAPST. JETZT HELFEN SOGAR 17.000 Kondome im Kampf gegen AIDS.

#KUNST. Ein Haus steht Kopf #Erwin_Wurm

Ausstellung von Erwin Wurm im MUMOK im Wiener MuseumsQuartier im Jahr 2006

KUNST UND WIRKLICHKEIT
Terfens, 16.03.2012
Mit einer besonderen Attraktion kann bald Terfens im Tiroler Bezirk Schwaz aufwarten: Ein auf dem Kopf stehendes Haus soll künftig Einheimische und Touristen anlocken. Für den Bau verantwortlich sind zwei Polen, die mittlerweile in der Gemeinde leben. Auch das Innenleben wurde gespiegelt. Alle Einrichtungsgegenstände befinden sich an der Decke.

Die beiden Polen hatten bereits ähnliche Projekte in Deutschland und in ihrer Heimat realisiert. In Terfens entwarfen sie zusätzlich eine Garage, an der ein VW-Käfer an der Decke montiert wurde. Das Haus hat 140 Quadratmeter „Wohnfläche“.

„There is not one rule which says this is art or this in not art. I think everyone has to define it by himself. I think art is something very important because it gives us the possibility to create a new reality or a parallel reality.“ -Erwin Wurm

Erwin Wurm
Looking for a bomb 1

Erwin Wurm
Kunstbau

Der Kuenstler

#Kunst.Hochstapelnde #Bierkisten und tanzende #Zimmerpflanzen.#Jochen_Traar

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„Volksnahe Hochkultur“ von Jochen Traar: zehn übereinander gestapelte Bierkisten mit Motor und elektrischer Steuerung

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Ginger and Fred, 2013, Rauminstallation:

Podest, 32x280x100 cm, Blumentöpfe 2-teilig, je 64 cm h x 75 cm Ø Palmen, Pneumatik, elektronische Steuerung, Sound

© Jochen Traar

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ART PROTECTS YOU 1997, Murano-Glas, 2-teilig:

Besen, 125×30 cm, Eimer, 34,5, h x 31 cm Ø

Kunstsammlung der Kulturabteilung – MUSA, Wien © Jochen Traar

DIE AUSSTELLUNG:

Titel der Ausstellung: „Art Protects you – nichts/ und/ alles/ oder“

Dass die Kunst schützt, hat Jochen Traar schon in den 1990er-Jahren in Los Angeles behauptet. Damals ließ er die Buchstaben des Slogans „Art protects you“ auf einem Autokonvoi über die Freeways kutschieren. In Venedig fuhren die Lettern in Gondeln.

Christine Wetzlinger-Grundnig vom MMKK , Klagenfurt, versteht Traars Slogan als Angebot: „Keine Ideologie, keine (Er-)lösung, keine Rettung, sondern Schutz. Bloß der Vorschlag einer Möglichkeit.“ Ausstellung: Jochen Traar, MMKK Klagenfurt, bis 2. Juni.

DER KÜNSTLER:

1960

geboren in Essen (D)

1960 – 1979

Kindheit und Jugend in St. Kanzian am Klopeinersee, Österreich

1979

Matura BRG Völkermarkt

1979 – 1984
Studium der Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste, Wien, Meisterklasse Prof. Bruno Gironcoli

1995 – 1996

MAK Schindlerstipendium, Los Angeles

1997 – 1998

Los Angeles

1999 – 2002

Projektraum „friends of the night“ Wien

Ab 2002

Atelier in St. Veit im Jauntal, Kärnten

Siehe auch ERWIN WURM in diesem Blog!

EI, EI, #FABERGÉ ! (3)

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Ei mit der Transsibirischen Eisenbahn 1900

GESCHICHTE:
Geschenk von Zar Nikolaus II. an seine Gattin, Zarin Alexandra Fjodorowna
Ein Ei aus Silber mit aufklappbarem Deckel, geschmückt mit farbigem Email, auf weißem Onyx-Sockel stehend. Das zentrale Silberband ist graviert mit dem Streckenverlauf der Transsibirischen Eisenbahn und der Schrifttafel: Große Sibirische Eisenbahnstrecke im Jahr 1900.

Der dreiteilige Miniaturzug besteht aus einer Platin-Lokomotive mit Rubinscheinwerfern und Rücklichtern aus Diamanten und fünf goldenen Waggons mit Bergkristall-Fenstern. Die ersten vier Waggons tragen die Aufschriften Post, Nur für Damen, Raucher und Nichtraucher. Der letzte Wagen ist als orthodoxe Kapelle gestaltet. Der Mechanismus des Zuges wurde wiederum durch einen goldenen Schlüssel aufgezogen und ließ den aufgeklappten Zug rollen.

HEUTE: Kreml-Rüstkammer, Moskau (Inventar-Nr. 646/I-3)

Gründonnerstag , 28.03.2013

EI, EI, #FABERGÉ (2)

FABERGÉ #KRÖNUNGSEI (2)

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Krönungsei.1897

Das Krönungsei, das Nikolaus II. 1897 seiner deutschen Gemahlin Alexandra überreichte, ist äußerlich den Motiven von Alexandras Krönungsmantel nachempfunden. Im Inneren steckt eine detailgetreue Nachbildung der Kutsche, mit der die Zarin durch Moskau zur Uspensky-Kathedrale fuhr.

Sotheby’s taxierte einst das Ei auf 24 Millionen Dollar. Heute wird der Wert auf 30 Millionen Dollar geschätzt, obwohl der Materialwert, nach Ansicht von Fachleuten, vergleichsweise gering ist.
28.03.2013

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