DAS #BÖSE ist immer und überall.#Psychologie

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Am Sonntagabend erläuterte die Linzer Gerichtspsychiaterin Adelheid Kastner bei den Österreichischen Ärztetagen in Grado (Italien) ihre These: „DAS BÖSE im Menschen ist schwer zu fassen.“
DAS BÖSE sei keine Krankheit, keine psychiatrische Kategorie und in allen Menschen „normaler“, als es dem Einzelnen lieb sein könne.
Kastner: „Wo keine Krankheit, da keine Heilung. Wir stellen das Böse aber oft als ,fremd‘ dar: DAS BÖSE hat der andere, nicht ich. Ich bin in 15 Jahren forensischer Psychiatrie hingegen eher froh, wenn wir sterben, ohne alle Möglichkeiten, die in uns stecken, erlebt zu haben.“
Mit der Kategorie „krank“ komme man der Realität nicht bei, sagte die Leiterin der forensischen Psychiatrie an der Linzer Landesnervenklinik. Die wohl wichtigsten Hinweise, woher DAS BÖSE komme, hätten Untersuchungen eines britischen Psychologen an rund 1000 deutschen Kriegsgefangenen 1940/41 geliefert: 15 Prozent erklärten sich mit Hitlers Verbrechen voll einverstanden – sie kamen aus sehr autoritären Familien. 15 Prozent verabscheuten die Verbrechen des Naziregimes. Sie kamen aus einfühlsamen Familien.
DAS BÖSE ist heute allgegenwärtig: in Kultur, Medien und in der Wirklichkeit. Der Literaturwissenschaftler und Präsident der Freien Universität Berlin Peter-André Alt befasst sich in seinem Buch „Ästhetik des Bösen“ ( C.H.Beck, 714 Seiten, 34 Euro) unter anderem auch mit dem Nationalsozialismus, der für uns der Inbegriff des BÖSEN ist.

Alt: Der Begriff des BÖSEN drängt sich für eine Welt des Schreckens auf, die uns sprachlos macht. Doch wenn wir den Nationalsozialismus als das schlechthin BÖSE begreifen, suggerieren wir damit auch, dass er wie eine schicksalhafte Gewalt über uns kommt – so, wie DAS BÖSE seit dem Sündenfall in der Welt ist. Das ist das Fatale an diesem Begriff. Deswegen wurde Hannah Arendts Formel von der Banalität des BÖSEN sehr wichtig. Wenn Sie etwas dämonisieren, können Sie es auch ästhetisieren. Wenn Sie DAS BÖSE als etwas Profanes beschreiben, ist diese Ästhetisierung nicht möglich ist. Aus Eichmann können Sie keine Ästhetik des BÖSEN machen. “
Heute gilt der Islamismus vielen von uns als der Inbegriff des BÖSEN. Dazu sagt Alt:“DAS BÖSE ist nichts Objektives, sondern eine Zuschreibung. Und diese Zuschreibung hat, gerade in der Geschichte der Moderne, aber auch schon früher, immer einen Ausgrenzungseffekt zur Folge. Alles, was BÖSE ist, wird stigmatisiert. Was noch im 19. Jahrhundert als BÖSE galt, zum Beispiel eine triebgesteuerte Frau oder bestimmte Formen des Fremden, vermeintlich nicht Zivilisierten, würden wir heute nicht mehr so nennen. Auch in der polemischen Auseinandersetzung mit dem Islam gibt es den Versuch, das Fremde als DAS BÖSE erscheinen zu lassen.“

Der Begriff: DAS BÖSE (althochdeutsch bôsi, von germanisch *bausja- ‚gering‘, ‚schlecht‘)

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Die Treue ist doch kein leerer Wahn

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Wir Männer haben es immer schon geahnt : wir sind nicht schuld an unserer Untreue! Schuld ist das Hormon Oxytocin.

Oxytocin verstärkt die Bindung zwischen Eltern und Kindern sowie zwischen Partnern in Liebesbeziehungen. Das Hormon steigert zudem das Vertrauen zu Mitmenschen. Eine Studie des Universitätsklinikums Bonn für Psychiatrie hat ergeben, dass an Partner gebundene Männer, denen Oxytocin verabreicht wurde, zu unbekannten attraktiven Frauen einen größeren Abstand hielten als diejenigen, die ein Placebo erhielten. Auf Single-Männer hatte das Hormon hingegen keinerlei Wirkung.

Oxytocin bei Männern

Oxytocin wird auch auf natürliche Weise produziert: „Ein erhöhter Spiegel lässt sich während des Geschlechtsaktes feststellen und trägt zur starken Bindung zwischen den Geschlechtspartnern bei“, bestätigt René Hurlemann, Oberarzt am Psychiatrischen Uniklinikum Bonn. „Auch am Anfang einer Beziehung ist Oxytocin peripher im Blut messbar“. Für die Studie wurde den Männern das Hormon per Nasenspray verabreicht, wodurch die Substanz in das Gehirn gelangen konnte.

Oxytocin bei Frauen

Wie das Hormon bei Frauen in einer ähnlichen Situation wirkt, lässt sich schwer prognostizieren. „Es gibt mehrere Studien zu Oxytocin, die unterschiedliche Ergebnisse bei Frauen und Männern liefern“, so der Spezialist. Der weibliche Organismus sei für das Gebären und Stillen gebaut und das Hormon habe somit eine andere Wirkung. Es wird bei Frauen unter anderem während des Entbindungsprozesses sowie beim Stillen produziert, um einerseits Wehen auszulösen und andererseits den Milchfluss zu erleichtern.

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