Entwurf zu einem #Kaffeehaus-Roman von #Günter_Verdin

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(Foto: Helmut Bertl)

Beginn: eine Schale duftenden Kaffees. Ein unbeschreiblicher Duft. Das erspart eine Menge Arbeit.

Oder: ein immens fescher junger, sehr braungebrannter blonder Kellner flirtet mit einer in aller Unschuld dem ersten Mal entgegenfiebernden brünetten, rehäugigen Amerikanerin: er schüttet ihr den Kaffee über die Jeans, wodurch die aufgekeimte heiße Liebe etwas durchaus Abgebrühtes erfährt.

Spätestens jetzt: Ortsbeschreibung. Authentischer Jugendstil, Arkaden und Lichthof im venezianischen Palais, oder die beschwingte Inselhaftigkeit einer Salzach-Terrrasse. Viel Architektur, auch dort, wo die Architektur an der Zeit nagt.
Man sitzt auf Thonet-Kopien (Spannung beschreiben zwischen Nachgemachtem, einer jungen Frau, die sich ungeniert frisch macht, und einem frischgemachten Apfelstrudel).

Und nun die Menschen: einer, der nur tut, und einer, der nie durchhält, und einer, der nicht mehr kann, tauschen Erfahrungen aus.
Moosbrugger sitzt im Kaffeehaus, stürzt einen schwarzen Kaffee und drei Kognaks hinunter und liest auf Seite 73 bei Musil nach, wie er eine Mordswut bekommt.

Anderes Bild: an den Tischen sitzen Zeitungen. Die Zeitungen sind auseinandergefaltet, Hände hinterlassen ihre Abdrücke am Papierrand. Lautlos werden die Zeitungen weitergegeben. Die gelesenen Nachrichten fallen buchstäblich zu Boden, in den Zeitungen sind Stellen frei. Jeder hält die anderen für Müßiggänger oder Arbeitslose.

Plötzlich ein scharfes Geräusch: Papier wird zerrissen. Hinter den Zeitungen tauchen Köpfe auf, empört wackelnd. Ein seltsamer Mann hat eine Seite aus einer Zeitung herausgerissen. Es ist sein Artikel. Und seine Zeitung. Der Mann steht auf und zahlt. Das Köpfewackeln wird langsamer, der Zeitungsvorhang zieht sich wieder zu.

Anderes Bild: eine Touristengruppe durchschneidet, mit Lärm aus einer anderen Welt , die Summe der Geräusche aus Human- und Materialklang, das Summen also. Bestellungen werden durch die träge Luft gewirbelt, direkt aus dem Fremdwörterbuch abgelesen: der fesche junge Kellner spricht Wiener Dialekt mit englischer Aussprache. Er blickt einer runden Vierzigjährigen tief in die Augen, die wissen möchte, was ein Palat-Schinken ist. Ham and eggs, übersetzt er, without eggs, aber sweet. Die Vierzigjährige entscheidet sich für den Reiseleiter, der dem Kellner zuzwinkert. Dieser gibt die Stafette an die artig verkleidete Küchenmamsell weiter, die Torten und Strudel, darin schon aufgeregte Zeigefinger stecken, an die dazugehörigen Hände verteilt und gleich kassiert. In einem Glas Wasser spiegelt sich Ratlosigkeit. Diesen Satz herausarbeiten: im Wein liegt die Wahrheit, im Kaffee das Klischee.

Schlussbild: vor den großen Auslagenfenstern des Kaffeehauses auf der Straße seht ein Pantomime mit weißgeschminktem Gesicht und stellt Schaufensterpuppen dar…

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PREMIERE 11. Oktober ! #RICHLING HAT NICHT NUR EINEN KOFFER IN #BERLIN!

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Termin: Fr, 11.10.2013 – 20:00 Uhr bis Sa, 09. 11. 2013

Spielort: Wühlmäuse, Berlin

Mathias Richling

DEUTSCHLAND TO GO

Regie und Bühnenbildidee: Günter Verdin

Homepage: http://www.mathias-richling.de

Es reicht! Die Deutschen haben ihre Koffer gepackt, auch Mathias Richling. Unsere Politiker bekommen noch eine letzte Chance, bevor sie ohne Volk dastehen: sie müssen sich dem gnadenlosen Casting durch den Kabarettisten stellen.

Angela Merkel, Volker Kauder, Gregor Gysi, und, weil von der FDP sonst niemand mehr da ist: Hans-Dietrich Genscher, weiters Cem Özdemir, Wolfgang Schäuble , Norbert Lammert , Klaus Wowereit und Winfried Kretschmann treten auf, reden sich um Kopf und Kragen und denken selbstverständlich nicht ans Abtreten.

Im neuen Kabarett-Programm „Mathias Richling Deutschland to go“ geht es um nichts weniger als um Moral in ihren vielen Facetten und ihre tägliche Infragestellung durch die Politik, um den neuen Demokratie-Aufbruch der Bürger, die begriffen haben, dass die da oben ja nur ihre Angestellten sind und letztlich auch im die Frage: Flüchten oder Standhalten.

Ob Mathias Richling bleibt , oder, zum Beispiel, was der Stuttgarter Hauptbahnhof auf der Bühne zu suchen hat, das erfahren Sie ab Freitag, dem 11. Oktober in BERLIN im Kabarett „Die Wühlmäuse“.

Vierzig Jahre Mathias Richling. Und in diesen vierzig Jahren hat sich nicht nur der Künstler, sondern auch die Republik verändert. Die Bürger haben gelernt aufzumucken und von ihren demokratischen Rechten Gebrauch zu machen. Das Kabarett kann sich zugutehalten, dass es Steigbügelhalter war für die neue ungezügelte Diskussionsfreude. Vielleicht auch Stichwortgeber. Von der Dressur zur Hohen Schule. Und Mathias Richling geht ohnedies permanent der Gaul durch. Dass sein neues Programm denselben Titel hat wie sein erfolgreiches neues Buch, nämlich „Deutschland to go“ (Ullstein), bedeutet nicht, dass Sie auf eines von beiden verzichten können. Sie werden das Buch mit anderen Augen lesen, wenn sie das neue Bühnenprogramm gesehen haben, und umgekehrt.

„Mathias Richling: Deutschland to go. Das Programm 2013“ ist die spielerische und dennoch radikale, hochakuelle Auseinandersetzung mit der deutschen und europäischen Wirklichkeit. Richling holt wieder das gesamte Polit-Personal von Regierung und Opposition auf die Bühne, stellt es zur Rede, dreht jedes Wort um, bis die Floskeln purzeln und die Hülsen sichtbar werden. Fiktion und Realität verschmelzen , und dieses brisante Gemisch entzündet ein Pointenfeuerwerk, bei dem der Bürger sich lauthals ins Fäustchen lachen darf.

MORGEN #PREMIERE! #Mathias_Richling als #Karl_Valentin

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Mathias Richling – RICHLINGS VALENTIN beflügelt von Gerhard Woyda
Donnerstag,27.06.2013 bis Sonntag, 30.06.2013 / 19:00 Uhr

Im STUTTGARTER RENITENZTHEATER

Es war 1976, als sich das Dream-Team Mathias Richling und Gerhard Woyda unter der Regie von Günter Verdin aufmachte, spielerisch die Abgründe im Wortwitz des großen Karl Valentin zu ergründen. Das so entstandene Programm, das jahrelang und überregional für ausverkaufte Häuser sorgte, hatte den Titel „„Riesenblödsinn? – Sie ham halt a andere Weltanschauung“.“

Karl Valentin ist Volkskomiker und Forschungsgegenstand für Germanisten zugleich. Mathias Richling spricht in seiner Magisterarbeit über den verehrten Valentin von „ionescohaft Absurdem“ und dem „vorweggenommenen Brechtschen Verfremdungseffekt, das Tragische komisch zu spielen“. Und Günter Verdin reflektierte über die Gründe, den tragikkomischen Belustiger in Erinnerung zu rufen:“ Weil Valentin die Sprache beim Wort nimmt und erstarrte Sprachhülsen durch seine redefreudigen Amokläufe aufbricht. Und weil, nicht zuletzt, den Valentin sowohl die Saudummen wie auch die Ganzg`scheiten verstehen.

Diese Gründe gelten auch heute noch, wo sich die Humorlandschaft in Deutschland seit damals doch sehr verändert hat, und der Vater aller Comedy und Urahn des absurden Theaters ein wenig in Vergessenheit zu geraten scheint.
Mathias Richling, beflügelt vom genialen Gerhard Woyda, macht sich auf Spurensuche: Was ist von Karl Valentin geblieben? Funktioniert die Sprenkleranlage seiner kuriosen Denk-Eskapaden auf der Wiese des ins Unkraut schießenden Unsinns noch? RICHLINGS VALENTIN: ein möglicher Mensch?

Einlass 18.45 h

Restkarten: 26,50 EUR und Ermäßigungen

Lesen Sie auch das Interveiw von Uwe Bogen in den „STUTTGARTER NACHRICHTEN“ unter

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.interview-mathias-richling-die-zukunft-war-auch-schon-mal-besser.3dcb2283-8d92-47d5-acf9-2b60c7a4cefb.html

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Das Erfolgstrio von 1976 kehrt zurück (von links): Kabarettist Mathias Richling, Theatergründer Gerhard Woyda und Regisseur Günter Verdin bei Proben im Renitenz-Theater.Foto: Michele Danze

#GÜNTER_VERDIN ON #STAGE UND IM #TV

Einst sollte ich Mozart werden …

DER VOM RADIO

Die ganze Radio- Story (Geschichte des dritten Programms des SDR/SWR) finden Sie unter sdr3-history.de

Das „Club 19“-Selbstfahrer-Studio (eigentlich ein Büroraum): hier habe ich die Nation einmal 17 Minuten am Stück unterhalten, weil die Abspielgeräte nicht funktionierten

Beim Schreiben des Horchspiel-Krimis (können Sie als Reprint in diesem Blog lesen)

Historische Stunde: als das Radio wieder einmal neu erfunden wurde

Im Pressearchiv des SDR

Die POINT-MACHER (hinten Uschi Albrecht und der wunderbare Talent-Scout und Pop-und Jazz-Spezialist Peter Mordo)

Die Abschieds-CD

HÖRERFORUM:http://forum.ka-news.de/index.php?topic=3031.0
hetfield
Hero Member

« Antworten #7 am: 03. September 2008, 22:41:58 »

Zitat von: 80er am 03. September 2008, 22:28:22

„Sie wünschen, wir spielen“ Hat meine Mutter immer gehört….bin froh dass ich das nicht mehr hören muss….

Günter Verdin war Gott.
Daisy Duck
Gast

Re: Nach dem \

« Antworten #10 am: 04. September 2008, 15:46:53 »

Zitat von: 80er am 03. September 2008, 22:28:22

„Sie wünschen, wir spielen“ Hat meine Mutter immer gehört….bin froh dass ich das nicht mehr hören muss….

War echt göttlich.

Wie immer gab es bei diesem Interview für SDR 3 (jetzt SWR 3) Schwierigkeiten mit dem UHER. Wie man sieht, nahm es Udo Jürgens lässig. (Anm.:Klicken Sie das Foto an, es lässt sich zweifach vergrößern)

DER VOM FERNSEHEN

Solo für Spaßvögel, ARD, im Duo mit Mathias Richling

„Anna Gorth“ mit Gretel und Sissy Löwinger, ORF

„Krach im Bäckerladen“ mit Paul Löwinger, ORF

Das VIDEO zu “ Der Jäger von Fall“ ,ORF, finden Sie auf YOU TUBE

FOTOS AUS „DER JÄGER VON FALL“, ORF:

Aus:KRONENZEITUNG,Wien „ADABEI“ Roman Schliesser

Als Fernseh-Barbier in „Treffpunkt Fernsehturm“, SDR -Fernsehen: hier wird Dieter Eppler eingeseift

DER FERSEHBARBIER in „TREFFPUNKT FERSEHTURM“, SDR-Fernsehen
Hier mit Prominenten-Coiffeur WÖHR

Talkshow mit Burgschauspieler Walther Reyer

GÜNTER VERDIN IM FILM

Hier im Bild mit Marian Decombe und Franco Steinberg

Credits:Filmkunst: Zeitschrift für Filmkultur und Filmwissenschaft: Ausgaben 58-66
Österreichische Gesellschaft für Filmwissenschaft und Filmwirtschaft, Austria. Bundesministerium für Unterricht – 1972 – Snippet-Ansicht
R: Helmut Pfandler ; K: Peter Kodera, Edgar Osterberger; M: Bert Breit; D: Walter Kohut, Ernst Stankovsky, Günter Verdin,
Roger Murbach, Topsy Küpers, Marian Decombe, Carla Trausmuth, Franco Steinberg, Florl Leitner

GÜNTER VERDIN ALS SCHAUSPIELER

Im „Theater der Jugend“ mit Ute Radkohl:

In:“Die Kaktusblüte“ mit Rosemarie Schrammel

In: „Minna von Barnhelm“ als Just mit Richard Tomaselli

In:“Endspurt“ von Peter Ustinov mit Gustav Fröhlich

In:“Gigi“ mit Rosemarie Schrammel

IN:“Was Ihr wollt“ als Junker Bleichenwang (mit Gerti Gordon, Sepp Scheepers und Kurt Strauß)

„WIE EIN EI DEM ANDEREN“ von Colin Spencer

Tja, Nacktfotos: wir waren jung und brauchten das Geld (rechts :Ortwin Speer)

Das Stück: ein schwuler Mann wird Mutter (die Mutter spielte ich!) Der richtige Stoff für das prüde Salzburg! Ortwin Speer und ich fuhren mit dem Kinderwagen Reklame

KABARETT

Dolores Schmidinger und Günter Verdin als Jungkabarettisten

Die erste eigene Kabarettgruppe „Die lange Nase“ mit Dolores Schmidinger (heute eine der beliebtesten Kabarettistinnen und Schauspielerinnen in Österreich), hier in einer Parodie der Radiosendung „Ein Gruß an Dich“, im österreichischen Volksmund auch „Erbschleichersendung“ genannt

Kabarettsolo Verdin Kabarettgruppe „Die lange Nase“

Kabarett „Die lange Nase“ mit Dolores Schmidinger und Hans Pelinka

Stuttgarter Renitenztheater

Stuttgarte Renitenztheater (mit Gertrud Nothorn)

„Richling Zwerch trifft Fell“: als Hoitchcock (mit Mathias Richling als eine der „Ladykillers“

„Richling Zwerch trifft Fell“: als Wildecker Herzbub

„Richling Zwerch trifft Fell“ als Wildecker Herzbub mit Karl Moik (Mathias Richling)

„Solo für Spaßvögel“, ARD

„Richling Zwerch trifft Fell“, als Oktoberfest-Kellnerin

GÜNTER VERDIN ALS SCHAUSPIELER

Ensemble T, Wiener Kellertehater.Premiere von Edward Estlin Cummings „Santa Claus“ (Stück aus dem Jahr 1946)

FAUST von Christopher Marlowe im Theater am Belvedere,WIEN

Faust (Günter Verdin) und die schöne Helena (Margot Skofic, Nichte von Gina Lollobrigida)

Faust Verdin mit Mephisto Roger Murbach

„Krach im Bäckerladen“: Verdin mit Paul Löwinger

Auch ich war einmal ein Penner…

Allerdings nur für „Richling-Zwerch trifft Fell“, jetzt „Studio Richling (SWR /ARD)

VERDINS SKANDALFOTOS: WIR WAREN JUNG UND BRAUCHTEN DAS GELD…

Günter Verdin (mit Schauspielerin Daria Damar) erregte in Wien Aufsehen, als er als erster Mann im Minirock durch die Neubaugasse spazierte (und motorrollerte)

UND im Käfig mit Daria (wie sinnvoll!)

Und so schafft man es auch auf die Titelseiten der Wiener Boulevardpresse!
Verdin mit Model , das den von ihm kreierten Krawattenrock vorführt (erschienen im ABEND-EXPRESS)

MIXED PICKLES

KURIER,Karfreitag,25.März 1966:
Mit einem Drama kommt heute abend (20 Uhr15) die Löwingerbühne ins Haus: „Anna Gorth“ von Franz Karl Franchy. Die Zeit der Bauernunterdrückung im frühen 16. Jahrhundert bildet den Hintergrund für die persönöliche Tragödie einer Frau. Anna Gorth hat in ihrer Jugend auf seiten der Aufständischen den Meuchelmörder ihres Geliebten getötet. Sie fällt in die Hände ihrer Gegener und wird für tot gehalten. Ihr Name wird zum Sinnbild des Helden – und Märtyrertums. Aber Anna Goirth lebt. Sie will keine Heldin sein… Gretel Löwinger, die auch Regie führt,spielt im 1. und 3. Akt die Anna Gorth,ihre Tochter wird von Sissy Löwinger dargestellt (hier in einer Szene mit Günter Verdin). In der Rückblede im 2. Akt spielt Sissy die Titelrolle.

UND SO SAH DAS PROGRAMM DES ÖSTERREICHISCHEN FERNSEHENS am KARFREITAG,25.März 1966 aus:

HÖR ZU:
Wenn morgens um vier zwei Wecker klingeln, steht Günter Verdin mißmutig auf und duscht. Munter wird er erst auf dem Weg ins Funkhaus, wenn ihm sein Taxifahrer die neuesten Schlagzeilen erzählt. Um 5.30 Uhr betritt Verdin sein Disc-Jockes-Studio, wo eine hildfreiche Hasd ihm bereits einen heißen Kaffee hingestellt hat. Und schon ist die gute Laune da. Pünktlich um 6.05 Uhr startet er seinen „Pop am Morgen“, wirbelt zwischen drei Plattentellern, zwei Bandmaschienen und dem Telefon hin und her. „Früher habe ich die Hlörer aufgefordret , mich anzurufen. Doch unsere Telefonvermittlung brach immer zusammen,“ lacht Verdin. „Heute bitte ich die Hörer, mir eine Karte mit der Uhrzeit zu schreiben, zu der ich zurückrufen kann. Wenn ich die Leute, zu denen ich rede, nicht sehe, will ich wenigstens mit ihnen sprechen.“

Mineralölfreier ADVENTKALENDER. 3.Dezember

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GÜNTER VERDIN ENTERTAINMENT

The times they’re a changin‘ #Stars_gestern_und_heute.#Tom_Hulce.#Leonard_Whiting.#Michael_Ande.#Cornelia_Froboess

TOM HULCE im Film „Amadeus“:

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TOM HULCE heute:

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Zeffirellis Romeo LEONARD WHITING damals (1968):

Und heute:

Zeffirellis Julia OLIVIA HUSSEY damals:

Und heute:

OLIVER GRIMM als Kinderstar:

Und heute:

MICHAEL ANDE als Kinderstar:

Und heute:

DIE KLEINE CORNELIA damals:

Und heute, CORNELIA FROBOESS:

GUENTER VERDIN damals:

Und heute:

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Freitag,16. März 2012
Dass mich ausgerechnet Andre Heller dazu zwingt, eine Tagebuchnotiz zu schreiben, der vielleicht keine zweite folgen wird, vielleicht aber doch, ist wundersam. Denn Andre Heller ist der Hassgeliebte meiner Jugendzeit, wegen ihm und dem Qualtinger pilgerten wir als Schauspielschueler ins Café Hawelka, um sie dort hofhalten zu sehen. Das war die Zeit, wo der damals schon bekannte Filmbösewicht Herbert Fux tagsüber die Kaerntnerstrasse auf und ab lief und jede zweite Frau deutlichst anbaggerte mit den Worten: „I bin der Herbert Fux, wollen Sie mit mir schlafen.“ Es gab damals also, neben meiner bestbürgerlich- katholisch-sehnsuchtsgehemmten Welt ein Paralleluniversum, in dem alles möglich war, nur für einen selbst nicht.
Den Heller, der damals den Dandy, und bei Oe3 den Schnösel spielte, habe ich bewundert und verachtet, weil er so aufdringlich war in allen seinen künstlerischen Bemühungen, mit denen er nur eines im Sinne hatte: dem bürgerlichen Wien, dem er entstammte und aus dem die Flucht ihm bis heute nicht gelang, den Hintern zu zeigen. Es war die Zeit, als ich als Jungmime den ersten Minirock für Männer unter großem Pressehallo auf der Neubaugasse vorführte, und den leitenden Job beim „blinkfeuer“ ,dem Blatt für die Katholische Studierende Jugend verlor, weil ich einen Dialog zweier im Bett liegender Jugendlicher veröffentlich hatte. Ich war da aber auch schon aufgefallen, weil der Karteikasten des „Jungen Arbeiter“ auf den Boden gefallen war, und mir unterstellt wurde, ich hätte auf dem Schreibtisch mit meiner Freundin Dolores unzüchtig gehandelt, was ich natürlich bestritt und diese Lüge bis jetzt noch nicht gebeichtet habe. Allerdings: diese Mutwill-Aktionen hatten nicht im Geringsten den Glamour der Hellerschen Skandale.
Siehe dazu das soeben erschienene Buch von DOLORES Schmidinger „Ich habe sie nicht gezählt“, wo die Geschichte anonymisiert ausgebreitet wird.

Heller habe ich später für den damaligen SDR in Stuttgart interviewt. Er promotete sein Projekt „Begnadete Körper “ und ich stritt mit ihm über den Titel und warf ihm unkritischen Körperkult vor. Er hörte interessiert zu und brachte im Gespräch dann doch alles unter, was er sich vorgenommen hatte und was ihm werbedienlich schien.

Vorgestern erst kam mir der Heller wieder unter, als gezeichnetes Porträt von Andy Warhol ( es gibt bei Google nur eine einzige Abbildung davon; das Magazin FOCUS hütet dies wie ich meinen Augapfel und schaltet sofort eine Anzeige, wenn das Bild veröffentlicht wird.)

Das alles wäre aber wahrlich kein Grund, ein sporadisches Tagebuch anzulegen. Schuld ist das Magazin der Süddeutschen, das am Freitag der Zeitung beigelegt wird. Ich lese eigentlich lieber die FAZ, aber die Süddeutsche bekam ich gratis im ICE auf der Fahrt nach Stuttgart.
Sven Michaelsen entlockte dem Heller im Gespräch über die eben erschienene Biographie von Christian Seiler („Andre Heller, Feuerkopf“) viele intime Wahrheiten, die das Anwidernde im Benehmen des jungen Heller in anderem Licht erscheinen lassen. Und vielleicht auch das von Helmut Qualtinger. Der besuchte uns einmal in der Schauspielschule und hatte eine besonders hübsche Kollegin ins Auge gefasst. Um sie geneigt zu machen, versuchte er ihr den blassen und schüchternen Freund madig zu machen. Mir wurde das zuviel und ich motzte ihn an – ich habe einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn – er solle das gefälligst lassen, sich auf Kosten eines Schwächeren zu amüsieren. Irgendwie war dann die gute Stimmung leider im Eimer, in den ich vorher hätte kotzen wollen.

Was mir in dem Interview mit Heller am besten gefällt, ist nicht nur die Ehrlichkeit, sondern auch das Anekdotenhafte.

Heller erzählt: Am Nachmittag begleitete ich (John) Lennon zum Flughafen. Als wir uns dem Zentralfriedhof näherten , sagte ich, dass sein Kollege Franz Schubert hier liege.Er ließ die Limousine stoppen, und wir liefen zu den Ehrengräbern. An Schuberts Grab stehend fiel ihm auf, wer da im Umkreis von 20 Metern noch seine endgültige Unruhe gefunden hatte: Mozart, Beethoven, Brahms, Johann Strauss. Er sagte: „Was für eine aberwitzige Versammlung!“, zog den Schnürsenkel aus seinem rechten Schuh und legte ihn mit den Worten „statt Blumen“ auf Schuberts Grab.

Das Interview endet übrigens mit folgenden Worten: „Meine Mutter wird heuer 98. Sie sagt:’Bis 90 war es ein Vergnügen, dann wird alles Disziplin.'“

Von dieser Heller-Erkenntnis wird auch meine Mutter sicher profitieren ; sie ist heuer 90 geworden.

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Heute Freitag, 14.09.12: das 100. Studio Richling m SWR

„Studio Richling“ feiert Jubiläum

Mathias Richling ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten Kabarettisten Deutschlands. Große Bekanntheit erlangte Richling durch seine vom damaligen SDR produzierte ARD-Sendung „Jetzt schlägt’s Richling“, in der er aktuelle Themen satirisch aufs Korn nahm.
Der politische Kabarettist und Buchautor erhielt zahlreiche Auszeichnungen, so zum Beispiel in diesem Jahr den Kleinkunst-Ehrenpreis Baden-Württemberg aus den Händen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Richling präsentierte ab 1997 die SWR-Sendung „Richling – Zwerch trifft Fell“ und seit 2010 „Studio Richling“. Seine Parodien sind Kult (siehe auch YouTube). Der Journalist Michael Wüst schreibt über Richling:“ Seine Methode ist die eines Schauspielers: Er analysiert den Sprachtyp, den Sprechakt, die Mechanik der Phrasendreschmaschine. Was sind die Motive des Sprechenden? Was verbirgt er? Der Parodist Richling legt Persönlichkeitsmuster am offenen Herzen frei.
Bei der 100. Sendung , heute Freitag, 23 Uhr 30,SWR, parodiert Richling (betreut von den Regisseuren Günter Verdin und Michael Maschke) unter anderem die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, den baden-württembergischen Ministerpräsidenten und den Ex- Bundeskanzler Helmut Schmidt, der von Sandra Maischberger (ebenfalls Richling) menschlich befragt wird. Bei der Aufzeichnung der Sendung gab sich die Prominenz des SWR, voran Intendant Peter Boudgoust und der Fernsehdirektor Bernhard Nellessen, die Ehre und feierte den Ausnahme-Künstler ausführlich.
Mathias Richling ist zur Zeit mit seinem Erfolgsprogramm „Der Richling-Code“ in Deutschland unterwegs. Zur Frankfurter Buchmesse erscheint sein jüngstes Buch „Deutschland to go“ (Ullstein-Verlag).

(Richling als baden-württembergischer Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Fotomontage: Michael Maschke)

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