Die#NZZ beleuchtet die #Innereien #Österreichs

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Der Österreich-Ableger der „Neuen Zürcher Zeitung“ (NZZ) nimmt konkretere Formen an. Das Projekt, das unter der Leitung von Ex-„Presse“-Chefredakteur Michael Fleischhacker im Entstehen ist, hat unter http://www.nzz.at einen „Werkstatt-Blog“ gelauncht. In einem ersten Beitrag kündigt Fleischhacker den Start des eigentlichen Mediums „in den nächsten Monaten“ an. Die Eckpunkte: Online und kostenpflichtig.

Im aktuellen Werkstatt-Blog berichtet der Chefredakteur der NZZ vom hohen journalistischen Anspruch der Redaktion.

„Dies gilt in besonderem Masse auch für Österreich, wo ein breit interessiertes Publikum mit Anspruch von der NZZ eine ebensolche Berichterstattung erwartet. Diese beleuchtet das Weltgeschehen genauso wie

die Innereien Österreichs

aus einer sachlich distanzierten, nicht minder aber engagierten Warte, ob für das Politische, die Wirtschaft, die Wissenschaft oder die Kultur, das Gesellschaftliche oder die schönen Seiten des Lebens.“

Markus Spillmann, Leiter Publizistik NZZ AG / Chefredaktor Neue Zürcher Zeitung

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#WIEN ist schön und #ÖSTERREICH ist ganz schön -#korrupt

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WIEN IST SCHÖN…

Zum vierten Mal in Folge wurde Österreichs Bundeshauptstadt zur Stadt mit der höchsten Lebensqualität gekürt. Zürich und Auckland folgen auf Platz zwei und drei. München landete auf dem vierten, Vancouver auf dem fünften Platz. Insgesamt befinden sich acht europäische Städte in den Top Ten. Das Schlusslicht im Ranking bildet Bagdad.

Insgesamt wurde im Auftrag des Personalunternehmens Mercer die Lebensqualität von 221 Großstädten von Mitarbeitern verschiedener Konzerne und Institutionen weltweit beurteilt.
Wien erzielt in vielen Bereichen sehr hohe Bewertungen, zum Beispiel im Hinblick auf die Sicherheit und die Vielzahl an öffentlichen Verkehrsmitteln. Auch mit der Vielfalt an Erholungsgebieten hat Wien punkten können.

…ABER ÖSTERREICH IST GANZ SCHÖN – KORRUPT

In keinem Land Europas ist die Korruption nach Einschätzung von Transparency International so verbreitet wie in…..

…nein, nicht Österreich! Wie in Griechenland. Mit nur 36 von 100 möglichen Punkten bildet das hochverschuldete Land laut dem am Mittwoch veröffentlichten Korruptionsindex für das Jahr 2012 das Schlusslicht in Europa.

Italien kam mit 42 Punkten auf Platz 72 weltweit bzw. in Europa auf den drittletzten Platz. Italien war damit in puncto Korruptionsbekämpfung auf dem gleichen Stand wie Bosnien-Herzegowina.

Von unseren weiteren europäischen Sorgenkindern belegt Spanien mit 65 Punkten Platz 30; Portugal liegt mit 63 Punkten auf Rang 33

Österreich liegt mit 69 Punkten auf Rang 25 und damit gleichauf mit Irland. Die österreichische Abteilung von Transparency International sieht das Ergebnis als „starke Verschlechterung Österreichs“: „Lag Österreich 2005 noch auf Rang 10 in der Wahrnehmung der internationalen Geschäftswelt, so liegt Österreich 2012 weltweit nur noch auf Rang 25“, so Vorstandsvorsitzende Eva Geiblinger. Dies sei auch im Vergleich zum Vorjahr – damals lag Österreich mit Großbritannien und Barbados auf Rang 16-18 – eine sehr markante Verschlechterung.

Österreich befindet sich hinter den USA mit 73 und Frankreich mit 71 Punkten, aber auch Chile und Uruguay (72 Punkte). Deutschland kommt mit 79 Punkten weltweit auf Platz 13.Die Schlusslichter sind Afghanistan, Nordkorea und Somalia, die es nur auf acht Punkte schaffen.

Am unbestechlichsten weltweit sind dem Index zufolge Mitarbeiter im öffentlichen Sektor in Dänemark, Finnland und Neuseeland. Alle drei Staaten landeten mit 90 Punkten an der Spitze der Liste.

http://www.verdinguenter.blogspot.com
GÜNTER VERDIN ENTERTAINMENT

WELTREKORD IM HERMINATING

Körperkunst können nicht nur die Studenten der Everwin Matriculation School im indischen Kolathur nahe Chennai ( siehe Bildbericht im Post vom 12.10.2012; im Suchfeld Begnadete Körper eingeben ).

In Saalfelden haben 850 Schüler und Lehrer den Weltrekord im gleichzeitigen „Herminating“ aufgestellt (benannt nach dem österreichischen Ski- „Herminator“ Hermann Maier.

HARTZ IV-EMPFÄNGER SIND FAUL ! ?

Das Institut für Demoskopie Allensbach befragte für die Bundesagentur für Arbeit 1558 Menschen ab 16 Jahren über ihre Meinung zu Langzeitarbeitslosen. Bundesweit gibt es derzeit 4,5 Millionen Erwerbsfähige im Alter zwischen 15 und 65 Jahren, die Arbeitslosengeld II beziehen.

DIE LISTE DER VORURTEILE

UND DIE FAKTEN

VORURTEIL: 57% der Deutschen meinen, Hartz-IV-Empfänger seien zu wählerisch .

FAKT: 71% der Hartz-IV-Empfänger würden Arbeit annehmen, für die sie überqualifiziert sind.

VORURTEIL:55% der Befragten glauben, Hartz-IV-Empfänger hätten nichts Sinnvolles zu tun.

FAKT: 62% der Hartz-IV-Empfänger engagieren sich im gesellschaftlich relevanten Bereich.

VORURTEIL: 37% der Deutschen glauben, dass Hartz-IV-Empfänger nicht arbeiten wollen.

FAKT: Für 75% der Hartz-IV-Empfänger ist Arbeit das Wichtigste im Leben.

VORURTEL: 55% der Befragten behaupten, dass Hartz-IV-Empfänger sich nicht aktiv um Arbeit bemühen.

FAKT: 62% der Hartz-IV-Empfänger wenden sich bei der Arbeitssuche direkt an Arbeitgeber.

VORURTEIL:57% der Deutschen meinen, Hartz-IV-Empfänger seien schlecht qualifiziert.

FAKT:44% der Hartz-IV-Empfänger verfügen über eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Lesen dazu auch die Reportage „ARBEITSLOS IN ÖSTERREICH“ von Günter Verdin und Alexander Tomo

Wer arbeiten will, findet auch Arbeit! Wirklich?
Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Österreich 2011:

Jän 11: 8,5%

Feb 11: 8,1%

Mär 11: 6,9%

Apr 11: 6,6%

Mai 11: 6,1%

Jun 11: 5,7%

Jul 11: 5,6%
Das Glück liegt nicht auf der Straße, aber womöglich im Inseratenteil der Tageszeitungen?

Lieber Herr Andreas G.,

als führendes Modeunternehmen hat uns Ihr Interesse an einer Mitarbeit in unserem Team gefallen. Die hohe Anzahl von Bewerbungen hat uns überwältigt. Die Entscheidungen sind uns sehr schwer gefallen. Leider haben wir im Augenblick keine Möglichkeit, Sie Ihren viel versprechenden Fähigkeiten gemäß einzusetzen. Wir wünschen Ihnen für Ihre berufliche Zukunft weiterhin viel Erfolg.“

Ein Formbrief, wie ihn Andreas G. mittlerweile schon auswendig hersagen kann. Andreas G., 36, gehört zu den 318.100 Personen in Österreich, die ohne Arbeit sind. Die offizielle Zahl von 7,1 Prozent ist geschönt, tatsächlich sind in Österreich erschreckende 9 Prozent von Arbeitslosigkeit betroffen.

Also steht wieder ein Besuch beim AMS, dem Arbeitsmarktservice, an: Wenn man Glück hat, wird Umschulung angeboten oder ein Sprachkurs vermittelt. Jobs sind rar. Doch, besagt der Volksmund: Wer arbeiten will, findet auch Arbeit.

Andreas G. war Altenpfleger. Mittlerweile hat er erfolgreich eine Umschulung zum Bürokaufmann mit ECDL-„Führerschein“ (European Computer Driving Licence) abgeschlossen. Seit über einem Jahr schreibt Andreas G. hauptberuflich Bewerbungen. Mal forsch, mal devot, mal nach Schablone … Mit dem Erfolg freundlich unverbindlich formulierter Absagen; siehe oben.

Andreas G. nimmt sein Glück selbst in die Hand und begibt sich auf einen Nebenschauplatz des Arbeitsmarkts. Das Glück liegt nicht auf der Straße, aber womöglich im Inseratenteil der Tageszeitungen? Da wimmelt es, vor allem in den Samstagsausgaben, nur so von Stellenangeboten mit monatlichem Verdienst von 3000 Euro und mehr.

Call-Center haben hohenMitarbeiterverschleiß Die Firma T. residiert in einer noblen alten Villa in Salzburg. Die Hauptaufgabe ihrer Mitarbeiter: Betteln für einen guten Zweck (WWF – World Wide Fund For Nature – Österreich, Greenpeace, Amnesty International).

Herr G. wird zum „Schnuppern“ gebeten. Die Mitarbeiter bekommen Pseudonyme, müssen Spender dazu bewegen, dass von deren Konto in periodischen Abständen – ideal: monatlich − die vereinbarten Beträge abgebucht werden dürfen. Wie man das am erfolgreichsten macht, das wird den Mitarbeiten in psychologischen Schulungen beigebracht. Viele Studenten verdienen sich hier ihr Mensa-Essen. Eine Frau kontrolliert via Bildschirm, wie die einzelnen Mitarbeiter auf ihren Plätzen arbeiten.

So, erlebt Andreas G., verläuft ein typischer Dialog:

Callcenter-Mitarbeiterin, C.: Guten Tag Herr Huber, bekommen Sie unsere Post zugeschickt?

Huber: Ja.

C.: Herr Huber, ich muss Ihnen was sagen: Es wird eine neue Walfabrik in I. gebaut. Wir brauchen dringend Geld, um dagegen etwas zu unternehmen, und wir sind sehr knapp bei Kasse.

Huber: Ja.

C.: Herr Huber, der Grund meines Anrufes ist, – ach, mir ist das schon peinlich, ich weiß, Sie spenden sehr brav (22 Euro) – aber wir brauchen dringend Geld, darf ich Sie was fragen?

Huber: Ja

C.: Herr Huber, darf ich vierteljährlich von Ihrem Konto etwas abbuchen?

Huber (überlegt etwas): Na gut.

C.: Herr Huber, jetzt bin ich einfach unverschämt: Darf ich den Betrag aufrunden?

Huber: Na gut, wie viel? O.k.: auf 25 Euro

C.: Herr Huber, Sie sind ein Schatz, ein dickes Bussi, danke.

Erfahrung aus einer Stunde „schnuppern“: Greenpeace-Anhänger sind für Spenden-Appelle weitaus mehr aufgeschlossen als Amnesty-International-„Kunden“. Hier sind die Mitarbeiter sehr frustriert und werden, wenn sie den vorgegebenen Umsatz nicht erreichen, erst einmal für einen andern Verein tätig, und schließlich „gekündigt“.

Spitzenverdienst! Auch von zu Hause! Wieder ein viel versprechendes Inserat in der Zeitung: Spitzenverdienst, auch von zu Hause aus, freie Zeit verfügbar,

Andreas G. wählt die angegebene Mobiltelefonnummer. Langes Läuten, dann schaltet sich die Mobilbox ein. 5 Minuten später ist auch schon der Rückruf da.

Inserent: Guten Tag, Sie suchen einen Job?

Andreas G.: Ja, ich hätte gerne gewusst, um welche Tätigkeit es sich handelt, und welches Anforderungsprofil gestellt wird für die leichten Büroarbeiten von zu Hause aus?

Inserent: Ja also, das Ganze läuft so ab, gehen Sie doch bitte auf meine Internetseite (es folgt eine Homepage-Adresse), dort tragen Sie Ihre Daten in die Datenmaske ein. Alles Weitere erfolgt danach.

Andreas G. öffnet nun die Internetseite und trägt Namen, Adresse, Geburtsjahr, Telefonnummer, E-Mail-Adresse ein und beantwortet auch Fragen wie folgende: Wie sind Sie auf diese Seite gekommen? und Ihr momentaner Beruf?

Nach dem Abschicken der Daten wird Andreas G. ein weiterer Link übermittelt. Nun stellt sich der Boss selbst vor und die darauf folgenden 40 Minuten gestalten sich als Gehirnwäsche. Der Boss, erfährt G., war früher ein erfolgloser Journalist, und natürlich war er mit seiner Situation sehr unzufrieden. Jetzt lebt er im Luxus, leistet sich teure Reisen, Häuser, Yachten und tolle Autos. Nun wird der smarte Boss sehr direkt und fragt: Wollen Sie das auch? Oder wollen Sie ein Leben lang in der Früh aufstehen, 8 Stunden arbeiten, und abends fertig nach Hause kommen? Jetzt ist der Mann nicht mehr zu stoppen. Nachdem Andreas G. 40 Minuten energisches Motivationstraining hinter sich hat, ohne erfahren zu haben, was er selbst in Richtung Luxusleben in Gang setzen könnte, klingelt sein Handy.

Guten Tag, sagt die Stimme, ich bin Ihr Berater, freut mich, dass Sie uns gefunden haben.

Andreas G.: Ich möchte gerne wissen, welche Büroarbeiten ich von zu Hause aus erledigen kann, wie das in dem Inserat steht.

Berater: Ja, alles der Reihe nach, Herr G., nein, wir wollen uns duzen, es ist einfach besser (ein Kind ist im Hintergrund zu hören), entschuldigen Sie, das ist mein Kind, der Kleine mischt sich immer ein.

Andras G.: Ist schon o.k. Was kannst du mir an Arbeit anbieten?

Berater: Also, Andreas, ich werde dir jetzt nochmals einen Link an deine E-Mail-Adresse senden. Öffne diesen Link bitte, das ist jetzt das Wellness-Seminar. Die ganze Angelegenheit dauert nur sieben Stunden . . . Wann hast du Zeit dafür, Andreas?

Andreas G.: Morgen???

Berater: Ja, das wäre gut, wenn du es wirklich bis morgen schaffen könntest. Wann soll ich dich wieder anrufen? Sag mir eine Uhrzeit, damit ich dich sicher erreiche.

Der neue Link bietet Zugang zu diversen Video-Sequenzen. Der Berater kann verfolgen, wie viele der Videos sich der Interessent anschaut, denn die einzelnen Sequenzen werden hintereinander heruntergeladen und müssen jeweils in voller Länge konsumiert werden. Der Boss stellt sich noch einmal vor und erzählt von den dramatischen Änderungen in seinem Leben.

Nun endlich wird auch Klartext geredet: Es geht um Wellness- Drinks und Tabletten. Nachdem die sieben Stunden währende Video-Attacke abgeschlossen ist, meldet sich sofort der Nahkampf-Berater wieder.

Andreas G. gibt sich damit aber nicht zufrieden. Er nimmt Kontakt auf mit einer Krankenschwester namens Gabi in der Steiermark. Sie erzählt ihm freimütig, dass sie zwei Mal wöchentlich als Teilzeitkraft auf einer Krebsstation arbeitet, und nebenbei für die Wellness-Firma. Von ihr erfährt Andreas G. Näheres.

Gabi: Du kaufst ein Paket mit Produkten der Firma im Wert von 150 Euro. Diese Produkte verkaufst du im Bekanntenkreis. Die Gewinnspanne beträgt 40 Euro. Oder du kaufst gleich das 1000-Euro-Paket. Dadurch hast du Zutritt in das Wellness-Center und kannst hier Werbung schalten; das kostet pro Auftritt 60 Euro.

Abnehmen: Gute Figur ist keine Voraussetzung Andreas G. ist, wie vielleicht nicht extra erwähnt werden muss, nicht mit Investitions-Kapital gesegnet, und deshalb von den Vorzügen solcher Home-Shopping-Aktionen, bei denen vor allem die Bosse und Berater verdienen, nicht recht überzeugt und wendet sich anderen interessanten Angeboten zu. Die Anzeige im Stellenmarkt ist verheißungsvoll: Es geht um ein neues Programm zum Abnehmen. Eine Firma, die sich als Akademie bezeichnet, „sucht Gruppenleiter/-innen für Gruppen-Beratung bei Gewichtsreduktion (gute Figur keine Voraussetzung). Starten Sie mit. Sie sind kontaktfreudig und interessieren sich für gesunde Ernährung, haben ein gepflegtes freundliches Auftreten. Info durch Herrn Z“.

Same procedure: Andreas G. ruft den Berater Z. an und hinterlässt wie gewünscht eine Nachricht auf der Mobilbox. Der Rückruf erfolgt nach etwa zwei Stunden. Zehn Minuten plaudert Herr Z. nun aus dem Nähkästchen (oder sollte man sagen: aus dem Kühlschrank?) der Gewichtsreduktion. Andreas G. erfährt Spannendes über gesättigte Fettsäuren und Omega-Fettsäuren, was ihn selbst allerdings nicht satt macht. Herr Z. redet längere Zeit um den heißen Brei herum. Herr Z. selbst arbeitet, so erfährt Andreas G., nun hauptberuflich als Ernährungsberater. Seine Partnervermittlung habe er nach einem schweren Autounfall im Vorjahr aufgeben müssen. Schlimmes Schicksal, findet Andreas G., aber auch wissenswert: Was kann Herr Z. zum Thema Geldverdienen Interessantes vermelden? Mittlerweile sind gute zwanzig Minuten verstrichen, und nun rät Herr Z. dem arbeitswilligen Herrn G. doch ein Tages-Seminar über gesunde Ernährung zu besuchen. Eine Dame aus Hamburg mit 30-jähriger Erfahrung reist diesbezüglich an, und das soll Herrn G. nur 95 Euro kosten. Tatsächlich handelt es sich um ein 3-Tage-Seminar zum Preis von 285 Euro, und die Dame rät im Wesentlichen, weniger Kalorien zu essen und mehr Kalorien zu verbrauchen, möglicherweise durch – wörtlich − folgende „nützliche Tipps: Ring drehen, Atmen vor dem Essen“.

Andreas G., selbst sehr schlank, verdünnisiert sich.

Aufstiegschancen bis ins Management! Besonders heftig wirbt die Firma XY um die arbeitslose Klientel. In einer der vielen Anzeigen mit wechselnden Texten heißt es: „Außergewöhnliche Leute starten bei uns als Büromitarbeiter/-in. Wenn Sie gerne dazulernen, sind Sie bei uns willkommen! Neben optimalen Arbeitszeiten und attraktivem Gehalt bieten wir die Sicherheit und Sozialleistungen eines Großunternehmens sowie beste Aus- und Weiterbildung (auch für Leute ohne Ausbildung) mit Aufstiegschancen bis ins Management!“

Welche Aufstiegschancen darf sich da Andreas G. mit seiner profunden Ausbildung wohl ausrechnen! Er wählt die angegebene Telefonnummer und wird mit der Empfangsdame verbunden.

Bei der Firma XY dreht sich alles um den Haushalt. Die Mitarbeiter, die sich von den großartigen Aufstiegschancen blenden lassen, landen allesamt in einem Call-Center. Die ehrgeizige Aufgabe besteht darin, Menschen am Telefon zu belästigen und sie zu einer Verkaufsveranstaltung in ein Gasthaus einzuladen. Ein Call-Center-Mitarbeiter berichtet, dass von 30 Anrufen höchstens zwei von Erfolg gekrönt sind.

Andreas G. ist schon mehrere Male auf die Tarn-Inserate der Firma XY hereingefallen. Einmal sucht die Firma XY Büromitarbeiter, dann wieder Außendienstmitarbeiter. Alle Interessenten landen aber im Call-Center; mit dem Spitzenverdienst schaut es mager aus: Die Mitarbeiter sind erfolgsbeteiligt.

Höhepunkt der Arbeitssuche: Ein Firmenchef, der von Andreas G. mit der Frage belästigt wird, um welche Arbeit es sich handle, wirft ihn kurzerhand mit den Worten hinaus: „Sie sind arbeitslos! Sie haben gar nichts zu fragen!“

Und so gibt es viele „Bauernfänger“, die mit dem Schicksal und den Hoffnungen arbeitsloser Menschen bedenkenlos spekulieren. Arbeits-Los in Österreich…

TATSACHE! Österreicher sind zu intelligent für Olympia-Medaillen!

DAS WAR DIE MELDUNG VOM 01.08.2012:

Nach 53 Bewerben haben Österreichs Athleten noch immer kein Gold gewonnen.
Letzte vage Hoffnung :Markus Rogan. Bei den Olympischen Spielen in London beginnt heute (1.08.12) Markus Rogan um 12.06 Uhr im Vorlauf über 200 m Lagen sein Unternehmen Edelmetall, das Halbfinale ist für 21.41 Uhr angesetzt. Im Vorfeld hat der mediensuechtige Schwimmer in einem Radio-Interview für viel Aufregung gesorgt. Er sagte: „Ich glaube, es ist ein Riesenvorteil, wenn du weniger denkfähig bist. Es gibt einen guten Grund, warum die richtig guten Sportler nicht viel im Kopf haben, weil da ist der Kopf nicht im Weg. Warum hat der Armin (vermutlich Assinger, Anm.), der relativ schlau ist, nur vier (Rennen, Anm.) gewonnen und der Hermann (Maier, Anm.) 50?“

Übrigens: Markus Rogan wurde disqualifiziert. Sein Erstaunen darüber: siehe Bild!

MELDUNG VOM 11.08.2012:

Österreich droht erstmals seit 48 Jahren ohne Medaille von Olympischen Sommerspielen heimzukehren.Vor vier Jahren in Peking hatten die Österreicher mit einmal Silber und zweimal Bronze zumindest drei Medaillen mit nach Hause gebracht. 

Afghanistan hat mehr erreicht als die österreichischen Sportler. Botsuana hat eine Silbermedaille. Die Mongolei bringt es auf drei Medaillen. Selbst Guatemala und Usbekistan sind erfolgreicher.
Die dpa höhnt: Ohne Schnee geht nichts. 
Die „Sportinformation Zürich“: Ein paar Krokodilstränen senden wir nach Österreich .0+0+0=0
Immerhin: Der Schweizer „Blick“ fragte seine Leser, ob man mit den Österreichern Mitleid haben soll. 57% der LeserInnen bejahten das. Die Schweizer Sportler bringen immerhin zweimal Gold und einmal Silber heim ( siehe Medaillenspiegel, Stand 11.08.2012)

Olympische Spiele London 2012
16. Tag von 17
Medaillenspiegel
Spitzenreiter Gesamt
1Vereinigte Staaten 41 26 27   94
2 China        37 25 19                   81
3 Großbritannien 26 15 18           59
4 Russische Föderation 16 21 28   65
5 Südkorea 13 7 7                   27
6 Deutschland 10 18 14                   42
7 Frankreich 9 9 12                   30
8 Ungarn 8 4 4                           16
9 Australien 7 14 10                   31
10 Italien 7 6 8                           21
11 Niederlande 6 5 8           19
12 Kasachstan 6 – 4           10
13 Japan                 5.   14 16            35
14 Neuseeland 5 3 5            13
15 Iran 4 5 1                            10
16 Ukraine 4 2 9                    15
17 Nordkorea 4 – 2                     6
18 Belarus 3 4 4                    11
19 Jamaika 3 4 3                    10
20 Kuba 3 3 4                            10
…………..

Österreich – – –             0

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