ACHTUNG, KEINE #SATIRE: #FACEBOOK KENNZEICHNET SATIRE

Der ORF hat es lange Zeit für nötig gehalten, Satiresendungen mit einer enervierenden Fliege, die im Bildschirmeck landet, zu markieren. Vielleicht wird das auch heute noch praktiziert, ich weiß es nicht, ich sehe zu selten ORF, das Programm von ORF 1 unterscheidet sich kaum von dem des Amüsiersenders Pro7.
Die Idee hat nun auch FACEBOOK aufgegriffen.

Angeblich reagiert das Social Network auf die Bitte vieler Besucher, man möge
humoristisch angehauchte Nachrichten künftig besser zu kennzeichnen. FACEBOOK testet zur Zeit Satire-Tags, und zwar vorerst nur in den USA , unter anderem für die Satire-Seite THE ONION.

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Die Kennzeichnung besteht aus dem Wort „Satire“ in eckigen Klammern und ist dem Titel einer entsprechenden Meldung vorangestellt.

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Der US-Satireblog macht folgende Vorschläge für weitere Facebook-Tags.

[Passive Aggression]

[Seems like it’s an article but it’s actually a video and you don’t have time for that shit right now]

[Conservative bullshit]

[Liberal bullshit]

[Spring break photos that show a good amount of skin]

[Facebook emotion experiment]

[Pic of ex with someone who may or may not be their new boyfriend, which then causes you to spend an hour and a half scouring posts and pics for just a clue, please god, give me a clue]

[Weird religious rant]

[Strange baby]

[Genuinely gay]

[Something that vaguely looks like porn that you click and then freak out cause you realize it might be one of those things where if you click it it shows everyone that you liked porn]

[Racist uncle]

[Something that will change your perception of pit bulls forever]

[Sad thing that you aren’t sure whether or not to “like”]

[Jurassic Park–related]

Für Deutschland sind noch keine Pläne zur Satire-Kennzeichnung bekannt. Betroffen wäre jedenfalls die oft angeklickte Satire-Website „DER POSTILLION“, die es mit ihren Fake-News sogar ins russische Fernsehen geschafft hat.

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MUTTI IN BESTFORM: das neue #TITANIC-Pinup.#Satire

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NEUIGKEITEN VOM KEINESWEGS SINKENDEN SATIRE-DAMPFER

Tim Wolff wird ab Mitte Oktober Chefredakteur von „Titanic“. Dies berichtet der „Spiegel“. Er löst Leo Fischer ab, der künftig als freier Autor arbeiten will. Wolff war bislang Online-Redakteur bei „Titanic“.

„Titanic“ hat eine stabile verkaufte Auflage von rund 80.000 Exemplaren und 150.000 Fans bei Facebook. Die starke Frau auf dem Titelbild der jüngsten Ausgabe trügt: in der Redaktion arbeitet nur eine Frau.

#SWR FERNSEHEN: TOTALLY #RICHLING!!!!

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DIE LANGE MATHIAS RICHLING NACHT am 24.3.2013 ab 22´35 Uhr im SWR Fernsehen.

Eine spannende Hommage an den Mann der 1000 Gesichter mit einer köstlichen Zusammenstellung der besten, witzigsten, kultigsten und absolut einmaligen Nummern und Parodien von und mit Mathias Richling.

Von 22´35 Uhr bis nach 02´00 Uhr Morgens.

Mit dem „Dauerglotzer“, mit „Jetzt schlägts Richling“, mit “ Dass Fernsehn bled macht“ und vielem mehr!

Tipp: jetzt schon Zwerchfellübungen machen, das erspart den kolossalen Muskelkater nach der langen Nacht.

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#SAT1.“#Der_Minister“: Die #Hybris der #Macht

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Von Günter Verdin (www.verdinguenter.blogspot.com)

Das passt: die Drehbuchautorin Dorothee Schön der TV- Politsatire „Der Minister“ beschuldigt sich öffentlich des Plagiats: sie habe einige Sätze, die sie ihrer Hauptfigur Franz Ferdinand Freiherr von und zu Donnersberg in den Mund legt , abgeschrieben vom Original, dem über die gefälschte Doktorarbeit gestürzten Ex-Minister Karl-Theodor zu Guttenberg.

Bei Sat1 kommt das Satyrspiel zuerst und dann die Tragödie in Form der Doku „Abgeschrieben“ über Auftstieg und Fall zu Guttenbergs. Und der Zuseher stellt mit Staunen fest: die Realität war noch absurder als die kabarettistische Aufbereitung. Der Boulevard („BILD“) pushte den von Bundeskanzlerin Angela Merkel aus Verlegenheit ins Amt des Bundeswirtschaftsministers gehievten Provinzpolitiker zum Regierungsstar, dessen Wankelmütigkeit in der Entscheidung um die Opel-Rettung und später, als Verteidigungsminister, in der Einschätzung der Kundus-Affäre, zur neuen politischen Querdenker-Qualität hochstilisiert wurde.

Bis heute ist nicht geklärt, ob ein Ghostwriter oder zu Guttenberg selbst über 90 Prozent der Doktorarbeit unzitiert aus anderen Quellen übernommen hat. Der selbstmitleidvolle, von sturer Uneinsichtigkeit geprägte Rücktritt des Glamour-Politikers wirkte so lächerlich , dass die Satire nicht mehr mithalten kann. Obwohl der Kai Schumann unter der Regie von Uwe Janson sein Allerbestes gibt und den fränkischen Baron aus dem bayerischen Nest Guttenberg bis in die vor Eitelkeit sabbernden Mundwinkel köstlichst karikiert. Greller Höhepunkt der an Finessen reichen Inszenierung ist das Show-Theater, das zu Guttenberg zusammen mit seiner Frau anlässlich seines Besuchs bei der Bundeswehr in Afghanistan veranstaltete . Kanzlerin Murkel, ins greisenhaft Altersschlaue schön überzeichnet von Katharina Thalbach,murmelt im Hinblick auf Donnersberg-Guttenbergs großer Popularität :“Das ist wie beim Eisbären Knut.Den fanden auch alle süß. Das vergeht!“

Selten wurde die Hybris der Macht greller aufgedeckt wie in „Der Minister“. Die Nemesis der Selbstüberhebung: homerisches Gelächter .

Mineralölfreier ADVENTKALENDER. 3.Dezember

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